| Training TKV - Hückelhoven 1927 | |
| Ringen | |
| Trainer: | |
| Markus Hartmann, Steffen Sugge, Jennifer Bünten | |
| Trainingsort: | |
| Dreifachturnhalle "In der Schlee" | |
| 41836 Hückelhoven | |
| Trainingszeiten: | |
Dienstag :Schüler / Jugend Senjoren |
18.00 - 19.30 Uhr 19.30 - 21.00 Uhr |
Freitag: Schüler / Jugend Senjoren |
18.00 - 19.30 Uhr 19.30 - 21.00 Uhr |

Nach dem Lauftraining !
2003 wurde unser Ehrenmitglied Emil Neunkirchen 70 Jahre
Herkules vom Niederrhein
Einer der besten Ringer Deutschlands, feiert am 23. Januar 2003 seinen 70.
Geburtstag: Emil Neunkirchen. „Eiche 05“ Mönchengladbach war
die erste Station des gebürtigen Waldhauseners. Das war 1948. Er sammelte
Kreismeister-, Niederrheinmeister- und westdeutsche Meistertitel wie andere
Briefmarken. Ein nationaler oder internationaler Titel blieb ihm allerdings
verwehrt. Da stand er immer ein bisschen im Schatten des „Krans von Schifferstadt“,
Wilfried Dietrich. Dieser verpasste ihm nur den obigen Titel, er hatte auch
gehörigen Respekt vor dem starken Mann aus Mönchengladbach. Emil
Neunkirchen erinnert sich: „Ich war zwar der einzige Ringer der Dietrich
die Matte von oben sehen ließ, „ Will heißen : Emil setzte
seinen gefürchteten Überstürzer an. Das war auf der Deutschen
Meisterschaft 1963 im griechisch-römischen Stil. Die Punkteentscheidung
zu Gunsten Dietrichs war damals umstritten und löste den Unmut des Publikums
aus. „Schnee von gestern“, sagt Emil Neunkirchen, „privat
verband uns eine tiefe Freundschaft, auf der Matte waren wir Gegner, die stets
im sauberen, fairen Kampf ihre Kräfte maßen.“
1964 wechselte „Sekunden Emil“ zum KSV Einigkeit Rheydt. Diesen
Beinamen gab ihm WZ-Reporter Günter Esser, als er einen seiner Gegner
bereits nach sieben Sekunden schulterte. Weitere Stationen der Ringer-Legende
waren TuS Aldenhoven (2. BL) und ASV Schorndorf (1. BL). Die geballte Ladung
Dynamit (1,83 m, 130 Kg, Hals- und Oberarmumfang 50 cm) verzückte das
Publikum, das in Scharen zu den Kämpfen kam und Wetten darauf abschloss,
wie lange Emils Gegner wohl „überleben“ würde. Nebenher
pflegte er das Gewichtheben und den Judosport, wo er ebenfalls beachtliche
Erfolge erzielte. Zwischen 1964 und 1970 bestritt er 14 Länderkämpfe
sowohl im griechisch-römischen Stil als auch im Freistil und zwar 1960
(Rom), 1964 (Tokio) und 1972 (München) für die olympischen Spiele
nominiert. Im Länderkampf gegen Schweden 1965 in Göteborg war er
Fahnenträger der deutschen Mannschaft. Bei einem Europameisterschaftsturnier
im schwedischen Varberg im gleichen Jahr wurde er 2. Sieger im Freistil.
Ein schlimmer Autounfall am 15. Februar 1983, an dessen Folgen er noch heute
gesundheitlich laboriert, setzte seiner Kariere ein jähes Ende. Aus der
Traum vom Trainer oder Kampfrichter.
Das „Kraftwerk“, das in seiner aktiven Zeit nie verwarnt wurde,
wird auch heute noch zu vielen Veranstaltungen seiner ehemaligen Vereine eingeladen.
Ein Muss ist der Besuch am Grab von Wilfried Dietrich, wenn er in Schifferstadt
bei seinen Freunden zu Gast ist.
1970 erhielt Emil Neunkirchen die goldene Ehrennadel der Stadt Rheydt, 1973
die der Stadt Mönchengladbach. 1982 würdigte die deutsche olympische
Gesellschaft seine Verdienste mit der Fairplay-Plakette für beispielhaftes
faires Verhalten sowie mit der Leistungsplakette für seine herausragenden
Leistungen. Darauf ist er zu Recht besonders stolz. Der deutsche Ringerbund
verlieh ihm im Jahr 2002 die Ehrenplakette in Gold für die Förderung
des Ringkampfsports. Seit 1975 lebt Emil Neunkirchen in Erkelenz mit seiner
Frau Tanja und ist für seine Freunde vom TKV-Hückelhoven als technischer
Berater für Mannschaft und Turniere tätig. Der TKV-Hückelhoven
ist besonders stolz Ihn als Freund und Berater im Verein zu haben.