Die "Geburtsstätte" des TKV`s
lag in der Wirtschaft Cohnen in Millich. Dort trafen sich im Mai
1927 mehrere Bergleute, um über den Ringkampfsport zu debattieren.
In dieser Runde wurde die Gründung eines Vereins beschlossen.
Diese Männer waren Johann Klein, G. Hanspaul, W. Helten, W. Schmidt,
E. Hardt, O. Somplatzki,
Gebr. Daum, G. Russert, K. Olichmüller, P Mazulla und Fritz Dömpke.
Die oben genannten Sportfreunde führten unter der Leitung von W. Helten auf einer Wiese die
ersten Trainingsstunden durch. Im August 1927 kam es dann zum großen Gründungsfest, dei dem
mehrere Vereine aus dem Kölner und Aachener Raum mitwirkten. Vom Erlös und von den Spenden
der Mitglieder wurde die erste Ringermatte gekauft. Schnell etablierte
sich der Ringkampfsport zu einem festen Bestandteil der Gemeinde. Zu den
"Männern der ersten Runde" kamen Schrade, Kulik, Morzinek, Rhode
und andere als Ringer hinzu. Mehrere Gaumeisterschaften wurden gewonnen
und einige Ringer kämpften sich bis zur Olympiaausscheidung 1935/36 vor.
Durch diese Erfolge machte sich der Turn- und Kraftverein einen guten Namen
und wurde weit über kommunale Grenzen bekannt. Bei Kriegsausbruch gab es
starke Rückschläge und der Verein wurde teilweise aufgelöst.
Der Neuaufbau begann nach dem Krieg unter Vorsitz von Fritz Dömpke. Der TKV schloß sich dem
Deutschen Schwerathletenbund an und das Vereinsleben flammte schnell wieder auf. Unter dem
Training von Thoma Kleisa bauten sich Turner- und Leichtathletikriegen auf. Der Verein konnte
zwischen 1950 und 1960 Sportfeste durchführen, die großen Anklang fanden.
In den 70er Jahren wurde der Schwerpunkt deutlich auf den Ringsport gelegt
und starke Mannschaften konnten mehrmals die Meisterschaftstabelle anführen. 1967 wurde das 40jährige Bestehen gefeiert.
Hauptprogrammpunkt war ein Ringerturnier, an dem auch Mannschaften aus Belgien und den Niederlanden
teilnahmen. Zu diesem Zeitpunkt war Heinz Rose 1. Vorsitzender des Vereins,
den er mit einer kurzen Unterbrechung, Heinrich Danners übernahm in dieser
Zeit den Vorsitz, 1978 an Detlef Fox weitergab, der bis heute
dieses Amt bekleidet. Die Geschäfte führten Heinz Tetz, Louise Danners und Willi Raem.
1977 wurde die 50-Jahr-Feier in der Gaststätte Diecks, unserem Vereinslokal gehalten. Zu dieser
Feier wurde auch ein Vergleichskampf gegen den TV - Merken durchgeführt. Renate Fox führte die
Geschäfte, danach Dietmar Brüning. Seit 1991 bis heute ist Jürgen Bünten 1. Geschäftsführer.
1987 war dem TKV-Hückelhoven ohne
Niederlage und mit nur einem Unentschieden, gegen den AC Mülheim
der Aufstieg in die Landesliga gelungen. Leider konnte sich der TKV
in
dieser
Klasse
nur zwei Jahre
behaupten.
Ringen ist Familiensport. So auch beim TKV. der Familiennamen Bünten,
Fox, Franke, Mühlenberg und
Sieben sind gute Beispiele für Traditionspflege und für ein reges Vereinsleben.
Bis zu drei Generationen sind beim TKV tätig, ob aktiv auf der Matte,
in der Vorstandsarbeit oder einfach
"nur" da sein, wenn man gebraucht wird.
Trainerwechsel
Trainerwechsel bei manchen Vereinen ein heikles Thema, vollzieht
sich beim TKV harmonisch und stellt dabei auch einen Generationswechsel
dar. Walter Bünten, "Eckpfeiler" des Vereins, ist seit mehr als
60 Jahren Vereinsmitglied, war 30 Jahre aktiver Mannschaftskämpfer, 55 Jahre Jugendbetreuer und
genau solange 1. Trainer. Er wurde von Erich Uerding und Jürgen Bünten unterstützt. Ab 1998
übernahm Klaus-Dieter Mühlenberg, selbst langjähriger Mannschaftsringer, dieses Amt.
Walter Bünten steht natürlich weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Er ist Ehrenmitglied und wurde
1998 für seine Verdienste mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Ebenfalls eine feste Größe für fachliche Kompetenz ist Ehrenmitglied Emil Neunkirchen. Er bringt
den Erfahrungsschatz aus 25 Jahren Bundeslige - Aktivität mit und gibt sein Wissen gerne weiter.
Emil Neunkirchen war außerdem Ringer in der Nationalmannschaft und stand der Ringerlegende Wilfried
Dietrich auf der Matte als würdiger Gegner gegenüber.
Die Finanzen des TKV sind in guten Händen. Und zwar in den Händen von Leo Broders. Seit den 60er
Jahren verwaltet er, unterstützt von Gisela Bünten, die Geldmittel des Vereins zuverlässig
und umsichtig.
Aus den Reihen der weibleichen Vereinsmitglieder, angedacht von R.
Rose und Gisela Bünten, entstand 1983
eine Frauenturnriege, die sich leider 1993 auflöste.
1994 bildetet sich eine Tae-Kwon-Do Abteilung, die unter Leitung
von Turhan Cevahir bis heute aktiv ist.
Natürlich ist der TKV Hückelhoven mit einer Ringermannschaft in der Mittelrheinliga vertreten.
Die junge Mannschaft befindet sich im Aufbau und wird ihren Weg machen. Ringerinnen und Ringer
aus Hückelhoven nahmen in den letzten Jahren verstärkt an überregionalen Einzelmeisterschaften
teil. Von Turnieren auf Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene kamen sie mit beachtlichen
Erfolgen zurück.
Solche Meisterschaftsturniere richtet der TKV seit fast 25 Jahren
aus. Alles packen mit an und die Turniere werden professionell und
zügig ausgerichtet. Ein besonderes "Dankeschön" geht an die
weiblichen Mitglieder, die unter anderem mit schmackhaften "Eigenleistungen" für Speis unt Trank
sorgen. Bei Planung und durchführung ist Ehrenmitglied Gisela Bünten eine feste Größe.
Exemplarisch für diese Turniere sein ein ein Sichtungsturnier im September 2001 genannt. 110
jugendliche Teilnehmer, Mädchen wie Jungen, boten auf drei Matten in der Schlee - Sporthalle
ein schönes Bild und guten Sport. In der Punktewertung wurden die Hückelhovener Teilnehmer,
weiblich und männlich, zweite. Bei dieser starken Konkurrenz ein
hervorragendes Ergebnis.
Jugendarbeit wird beim TKV Hückelhoven großgeschrieben. Der Grundstein wurde in den 60er Jahren
durch Walter Bünten und Heinz Rose gelegt.
Heute ist "die Jungend" ein klarer Pluspunkt für den Verein. In mehreren deutschen Städten hat
sich Ringen als Schulsport etabliert. Seit drei Jahren auch in Hückelhoven. Hier wird Ringen in
einer Arbeitsgemeinschaft angeboten, die regen Zuspruch findet. Einige Talente haben sich hier
bereits herauskristallisiert und sind auch überwiegend dem Verein beigetreten.
Eine weitere Möglichkeit, Ringen vor Publikum zu üben ist die sogenannte Mini-Liga, bei denen
Mädchen und Jungen vor Mannschaftskämpfen ihr Können zeigen.
Das Mädchenringen findet großen Anklang, der Vorstand wurde um den Posten "Mädchenbeauftragte" erweitert.
Als erst Frau bekleidet Helmi Sieben dieses Amt.
Auf 20 Jahre als Kampfrichter blickt Rolf Franke zurück, sein Vater Rudolf Franke ist
Ehrenmitglied, langjährig in der Vorstandsarbeit tätig udn ein immer aktiver Helfer. Auch stets
da, wenn der TKV "ruft", sind die langjährigen Mitglieder
Harald Sieben und Helmut Thiel.
Detlef Fox, seit 1978 1.Vorsitzender des TKV und "Motor" des Vereins, kam 1966 als Jugendlicher
zum Ringsport. 30 Jahre aktiver Ringer, 3 Jahre Jugendwart, langjähriger Vorsitz und
Geschäftsführung auf Verbandsebene, sind nur ein Teil seiner Aktivitäten.
Immer standen und stehen dei Belange des TKV's im Mittelpunkt seines
Handelns.
Der Turn- und Kraftsportverein Hückelhoven blickt auf eine lange Tradition zurück
und sieht der Zukunft freudig entgegen. Dabei gedenken wir in einer
ruhigen Minute der Vereinsmitglieder, die
nicht mehr unter uns sind. |